Die Peter Fuld Stiftung und die Dr. Arthur Pfungst-Stiftung veranstalten Anti-Rassismus-Seminar

Am Samstag, den 21. August fand das Seminar „Wie können wir Rassismus begegnen“ in Frankfurt am Main statt. Insgesamt nahmen 21 Stipendiat*innen an dem Seminar teil, das von Celine Mwaura (Stipendiatin der Peter Fuld Stiftung) und Marion Fros (Stipendiatin der Dr. Arthur Pfungst-Stiftung) geleitet wurde.

Die beiden Seminarleiterinnen führten nach einer Vorstellungsrunde eine kurze Umfrage unter den Teilnehmenden durch, wer alles bereits Erfahrungen mit Rassismus machen musste. Fast alle Teilnehmenden schilderten ihre persönlichen Erfahrungen. Danach wurde eine kurze Definition der verschiedenen Formen von Rassismus gegeben und Rassismus auf institutioneller und struktureller Ebene erläutert. Auch auf die verschiedenen Arten von Alltagsrassismus gingen die Seminarleiterinnen ein.

 

Im Anschluss traten Frau Mwaura und Frau Fros mit den Teilnehmenden in Dialog und diskutierten, warum es so schwierig ist, über Rassismus zu sprechen. Viele würden wenig sensibilisiert sein und glauben, dass es in Deutschland keinen Rassismus gibt. Die Gruppe stellte fest, dass es primäre und sekundäre Rassismuserfahrungen gibt, d. h. dass man zum einen rassistische Angriffe direkt oder indirekt erlebt und dass man zum anderen die eigenen Rassismuserfahrungen leugnet.

Der zweite Teil des Seminars widmete sich dem Thema, wie man rassistische Systeme und Institutionen aufbricht. Mit Fallbeispielen arbeiteten die Teilnehmenden in Gruppenarbeiten verschiedene Handlungsstrategien aus, wie beispielsweise rassismuskritisches Denken, das Empowerment für Betroffene und die Sensibilisierung und Aufklärung für Privilegierte.

Alle Teilnehmenden waren begeistert von der Herangehensweise des Seminars und beteiligten sich engagiert an den Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten.

Die Veranstaltung war der Startschuss zu weiteren Gesprächsrunden zum Umgang mit Rassismus.